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In den Medien ist zurzeit immer wieder von Streitpunkten zwischen der Politik, den Verwaltungen und den Verantwortlichen der Feuerwehren bzgl. finanzieller Mittel für die Feuerwehren zu lesen.

„Wünsche der Feuerwehr empören Politik“ oder „Ernsthafte Sorgen um die Zukunft unserer Feuerwehr“ waren in den letzten Wochen Schlagzeilen, zu Beschaffungsmaßnahmen der Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss für ihre Feuerwehren.

Diese Diskussionen suggerieren beim Leser, dass es sich bei den Planern in den Feuerwehren um Menschen handelt, die mit einer durch Steuergelder prall gefüllten Kasse in ein beliebiges Autohaus gehen, um sich planlos einen Luxuswagen zu kaufen oder auf teuren Parkbänken zu sitzen. Feuerwehrhäuser für mehrere Millionen Euro werden gebaut.

Donnerstag, 05 Februar 2015 19:41

Ein Europa – eine Nummer: 112

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Urlaub am Strand in Spanien, mit dem Auto unterwegs in Österreich zum Skifahren, Klettern in den Bergen in Italien. Plötzlich passiert es. Ein Notfall oder ein Unfall. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie die Notrufnummer in Ihrem Urlaubsort oder in dem Land ist, in dem Sie sich gerade aufhalten ? Die Antwort ist ganz einfach - nur wissen es die wenigsten Deutschen: 112 - und das in ganz Europa.
 
Die Einführung der europaweit einheitlichen Notrufnummer wurde bereits im Juli 1991 beschlossen. Dabei wurde festgelegt, dass unter der Notrufnummer 112 in allen EU-Mitgliedsstaaten die Bürger/innen die Möglichkeit erhalten, gebührenfreie Notrufe durchführen zu können. Mittlerweile ist sichergestellt, dass Hilfesuchende in Europa unter der einheitlichen Notrufnummer 112 die Notrufzentralen der Rettungsdienste, Feuerwehr oder Polizei über Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse erreichen. Allerdings wissen in Deutschland nur 17 Prozent (Eurobarometer, 2013) der Bürgerinnen und Bürger, dass die 112 europaweit gilt. Im EU-Durchschnitt sind es immerhin 27 %. 
 
"Was somit vor über 20 Jahren begann, hat sich zu einer europäischen Erfolgsgeschichte entwickelt: Statt über mehr als 40 unterschiedliche nationale Notrufnummern sind in der EU die Notrufzentralen heute über eine gemeinsame Nummer erreichbar: 112." so der Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss, Stefan Meuter. "Um die in Europa geltende Notrufnummer 112 bekannter zu machen, wurde auf Initiative des Europäischen Parlaments der Tag des europaweiten Notrufs 112am 11.2. ins Leben gerufen."
 
Ob bei Feuer, Unfall oder anderer Notlage: Deutschlands Feuerwehr- und Rettungs-Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe.
 
Ergänzende Informationen: Was tun im Notfall?
 

Bleiben Sie ruhig und wählen Sie den Notruf 112. Das Gespräch mit den europäischen Notrufzentrale orientiert sich an den 5 W-Fragen: 

1. Wo ist es passiert? 

Eine genaue Ortsangabe (Ort, Straße, Haus- nummer usw.) erspart unnötiges Suchen und ermöglicht schnellstmögliches Eintreffen von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. 

2. Was ist passiert? 

Beschreiben Sie den Notfall kurz. Daraus kann die Notrufzentrale die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen ableiten. 

3. Wie viele Verletzte? 

Die Anzahl der Verletzten ist für die Organisation der Rettungsmittel wichtig. 

4. Welche Arten von Verletzungen? 

Weisen Sie auf lebensbedrohliche Verletzungen besonders hin, damit ggf. ein Notarzt entsandt wird. 

5. Warten Sie auf Rückfragen! 

Legen Sie nicht auf. Die Notrufzentrale möchte ggf. weitere Einzelheiten erfragen. 

 
Bildnachweis: Gruppenbild mit Vertretern der Hilfsorganisationen, die mit der "112" alarmiert werden (Foto: T. Grosser) und Notruflogo der EU
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oder

gehen Sie heute Abend einmal vor Ihre Haustür

Am gestrigen Abend lag ein Zettel des Paketdienstes im Briefkasten. „Ihre Sendung wurde bei Ihrem Nachbarn abgegeben.“ Dann ging es in der Dunkelheut raus zum linken Nachbarn. Nettes Gespräch, aber kein Paket. Gefolgt von einem wiederum netten Gespräch mit dem rechten Nachbarn; aber auch hier, kein Paket.

Ein Anruf bei der Servicehotline ergab einen Namen des Annehmenden. Telefonbuch befragt und das Paket wurde also ein paar Straßen weiter angenommen.

Nun begab sich der, das Paket suchende Feuerwehrmann auf den Weg zu der Person, die das Paket angenommen hatte; Straßennamen und Hausnummer im Kopf. Eine normale Straße mit normalen Häusern in einem normalen Ort.

Haben Sie schon einmal versucht in der Dunkelheit eine Hausnummer zu finden?

Der Paket suchende Feuerwehrmann musste auf seinem Weg an mehrere Haustüren herantreten, da die Hausnummern von der Straße aus nicht zu erkennen waren. Kein Licht, von Bäumen oder Sträuchern bedeckt oder gar keine Hausnummer.

Aus dieser gestrigen Erfahrung heraus, erwuchs dieser Aufruf: gehen Sie heute Abend vor Ihre Haustür und teste Sie, ob man von der Straße aus Ihre Hausnummer erkennen kann!

Warum ?

Nicht weil ein Feuerwehrmann ein Paket sucht, sondern vielmehr für Ihre eigene Sicherheit!

Die Feuerwehren und Rettungsdienste unternehmen alles, um schnell bei Ihnen zu sein. Optimierte Notrufabfragestrukturen in der Kreisleitstelle, digitale Alarmierung, Nutzung von Sonder- und Wegerechten, Hilfsfristen, die einzuhalten sind – nur um dann vor Ort nach einer Hausnummer zu suchen ?

Obwohl es in den Verordnungen der Städte und Gemeinden des Rhein-Kreis Neuss vorgegeben ist, dass Eigentümer bebauter Grundstücke verpflichtet sind, das Grundstück straßenwärts mit der ihm zugeteilten Hausnummer sichtbar zu versehen ist, appellieren wir hier an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Kreis Neuss.

Bei einem Notfall sind die Feuerwehr und der Rettungsdienst auf deutlich angebrachte Hausnummern angewiesen, damit die Einsatzstelle so schnell wie möglich gefunden werden kann.

Deshalb gehen Sie heute Abend vor Ihre Haustür! Vielleicht treffen Sie Ihren Nachbarn dort zu einem netten Gespräch – auch ohne Paket, aber mit gut sichtbarer Hausnummer.

Ihr Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss, Stefan Meuter, mit dem Kreisbrandmeister Norbert Lange

Montag, 29 Dezember 2014 15:57

Verknallt an Silvester

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Alljährlich zum Jahreswechsel muss die Feuerwehr besonderes häufig Hilfe leisten: sei es bei Verletzungen oder Bränden, ausgelöst durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Dabei kann Silvester auch mit der beliebten "Knallerei" ein sicheres Vergnügen sein, vorausgesetzt man beherzigt einige Tipps.

www.verknallt-an-silvester.de war eine Aufklärungskampagne der Berliner Feuerwehr aus dem Jahr 2009 – doch die Inhalte sind bis heute aktuell und es zeigt sich, dass wir leider immer noch einige Menschen mit unseren saisonalen Sicherheitshinweisen nicht erreichen.
Die Medienlandschaft ist zwar voll davon und – doch die jüngsten Unfälle in Köln und Berlin, hervorgerufen durch den unsachgemäßen Umgang mit Knallkörpern, veranlassen die Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss nochmals auf die Gefahren und Verhaltensregeln hinzuweisen:

Nur Feuerwerkskörper mit Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) verwenden. "Schwarzmarkt-Ware" kann unberechenbar heftig explodieren!
Bereits am Silvester-Nachmittag die Gebrauchsanweisungen für das Feuerwerk in Ruhe und mit klarem Verstand lesen!
Feuerwerkskörper getrennt von Zündhölzern oder Feuerzeugen aufbewahren.
Beim Hantieren mit Feuerwerk nie den gesamten Vorrat in einer Tüte oder einem Karton bereithalten.
In der Silvesternacht Fenster und Balkontüren schließen!
Für Entstehungsbrände Blumenspritze und/oder gefüllten Wassereimer bereithalten.

Kinder und Jugendliche dürfen nur Feuerwerkskörper der Klasse I kaufen und unter Aufsicht abbrennen - z.B. Bengalisches Feuer, Wunderkerzen, Tischfeuerwerk.
Tischfeuerwerk nur auf feuerfesten Unterlagen und nicht in der Nähe von leicht entzündbaren Materialien abbrennen.

Feuerwerk der Klasse II darf ausschließlich von Erwachsenen erworben und verwendet werden. Nur im Freien zünden, niemals in Räumen!
Angezündete Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, unbedingt liegenlassen! Sie sind unberechenbar und könnten später explodieren.

Raketen nur von geeigneten Freigeländen oder der Straße aus senkrecht nach oben starten, nicht schräg oder vom Balkon aus. Richten Sie Abschussrampen für Raketen so ein, dass sie auf ihrer Flugbahn gegen keinerlei Hindernisse stoßen können. Am sichersten ist eine leere Flasche in einer Getränkekiste. Böller (egal welcher Größe) und Raketen nie gegen Menschen und Tiere richten.

"Kanonenschläge" oder andere laute Knallkörper so zünden, dass Menschen oder Tieren nicht gefährdet werden (Gefahr von Verbrennungen und/oder irreversiblen Gehörschäden!)

Geschosse aus Signal- oder Schreckschusswaffen sind unberechenbar, haben nichts mit Silvester zu tun und sind für diese Zwecke nicht zugelassen.

Kann ein Entstehungsbrand nicht beim ersten Versuch gelöscht werden:

Raum verlassen
Türen schließen
Feuerwehr (Notruf 112) alarmieren
Feuerwehr erwarten und einweisen
Achtung: Brandverletzungen sofort mit handwarmem Wasser maximal 10 Minuten lang kühlen.

Halten Sie Ihren Balkon frei von brennbaren Gegenständen!

Wenn Sie diese Sicherheitsmaßnahmen beherzigen, steht einem guten und sicheren Rutsch in ein neues Jahr nichts mehr im Wege.

Mittwoch, 17 Dezember 2014 09:52

Frohe Weihnachten

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Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und den Angehörigen der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen, des Technischen Hilfswerkes und der Polizei, eine ruhige und einsatzarme Zeit.

Für den Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss

Stefan Meuter

Dienstag, 02 Dezember 2014 00:00

Vorsicht an Weihnachten und Sylvester

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Mit der Advents- und Weihnachtszeit rückt wieder eine ereignisreiche und leider auch einsatzreiche Zeit auf die Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss zu. Viele Brände in dieser Zeit werden durch Unachtsamkeit mit Kerzen, Dekorationsmaterial oder Sylvesterraketen verursacht.
Um dem vorzubeugen, hat der Lenkungsausschuss "Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz" des VdF NRW ein Merkblatt herausgegeben, welches im November noch einmal redaktionell überarbeitet wurde.
Die Datei kann von allen Feuerwehren in unveränderter Form verwendet werden, gerne auch als Download auf den eigenen Webseiten.

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Die Einsätze der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss beschränken sich schon seit Jahrzehnten nicht mehr nur alleine auf das Löschen von Bränden. Die Technische Hilfeleistung und hier besonders die Bewältigung von Gefahrenlagen mit Atomaren, Biologischen und Chemischen Gefahrstoffen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Gefahrstoffe können selbst in winzigen Konzentrationen gefährlich sein. Eine Gefährdung durch Gefahrstoffe muss die Feuerwehr durch Messung oder andere geeignete Methoden ermitteln. Stoffgrenzwerte bilden hier eine wichtige Grundlage der Gefährdungsbeurteilung. Zur sicheren Messung von Gefahrstoffen sind exakte Messgeräte und spezialisierte Probenahmegeräte notwendig; aber auch eine gut strukturierte Leitung und Organisation dieser Messeinheiten.

Zudem erlangen die Protokollierung und damit die nachgehende Beurteilung und Überprüfung von Entscheidungen des Einsatzleiters, immer mehr Bedeutung.

Diese Aufgabe kommt im Rahmen eines Feuerwehreinsatzes mit ABC-Gefahrstoffen der sogenannten Messleitung zu. Aufgabe dieser Messleitung ist es, alle Ergebnisse zusammenzutragen, vorbereitend zu interpretieren und diese an die Einsatzleitung für organisatorische und taktische Maßnahmen zu übermitteln.

Um dieser Aufgabe der Messleitung, die eine originäre Aufgabe jeder Feuerwehr im Rhein-Kreis Neuss ist, gerecht zu werden, bedarf es entsprechender Ausrüstung und Ausbildung.

Im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss, hat der Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss e.V. für jede der acht Feuerwehren einen "Messleitungskoffer" beschafft, der die erforderlichen Unterlagen für die Arbeit einer Messleitung enthält. Diese Koffer wurden durch die Feuerwehr Neuss unter Federführung von Gilbert Hoffmann zusammengestellt und die Anschaffungskosten in Höhe von 3.500€ durch den Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss e.V. übernommen.

"Die Messkoffer bilden eine Grundlage für ein einheitliches Arbeiten der Messleitungen in den Feuerwehren im Rhein-Neuss und ich freue mich, dass der Verband mit seiner Anschaffung die Feuerwehren hierbei unterstützen kann. Gerade Einsätze, bei denen es um die Messung von Gefahrstoffen geht, machen nicht an Stadt- oder Gemeindegrenzen halt. Hier ist eine einheitliche Arbeit der Feuerwehren untereinander entscheidend für den Einsatzerfolg und die Messkoffer bilden hierbei eine Grundlage." betont der Verbandsvorsitzende Stefan Meuter, der am Mittwoch Abend auf der Feuerwache in Neuss die Messkoffer den Vertretern der Wehren übergab.

Sonntag, 09 November 2014 00:00

Auch bei St. Martin auf Sicherheit achten

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Der Martinsbrauch erfreut sich langer Tradition und großer Beliebtheit in den Dörfern und Städten des Rhein Kreises Neuss. Kinder, angeleitet durch Kindergärten und Schulen, basteln Laternen für den abendlichen Martinszug. Viele Orte prämieren die schönsten Fackeln. Der leuchtende Umzug findet seinen krönenden Abschluss vor den Martinsfeuern.
Wenn die Bürgerinnen und Bürger jetzt wieder ihre Martinsfeuer bauen und später abbrennen, sollte dies allerdings ohne Gefahr für Mensch und Natur ablaufen. Der Kreisbrandmeister Norbert Lange und der Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss e.V. geben daher Tipps, wie sich lebendiges Brauchtum und Naturschutz verbinden lassen.
Reptilien, Frösche und Mäuse suchen sichere Plätze für die Winterruhe. Geeignet erscheint ihnen dafür das über Wochen aufgeschichtete organische Brennmaterial des Martinsfeuers. Doch Vorsicht: Tiere können am Martinstag Opfer des Flammentodes werden. Daher sollten die „Bauherren“ das Brennmaterial wie Hölzer und Sträucher erst wenige Tage vor dem Abbrennen auf dem Feuerplatz aufschichten. Sinnvoll ist es auch, das Feuer mit einigem Abstand zum Boden auf Ständern zu errichten. Auch dies mindert den Anreiz für die Tiere, sich dort ihren Platz zur Winterruhe zu suchen.
Wichtig auch: Martinsfeuer sind keine Müllkippen, auf denen Abfall bequem und kostengünstig entsorgt werden kann. Darum: auf das Martinsfeuer dürfen nur naturbelassene und unbehandelte Hölzer, etwa Baum- und Heckenschnitt.
Die Standorte der Feuer müssen mit den jeweiligen Gemeinde- und Stadtverwaltungen abgestimmt werden.  Das Abbrennen selbst muss vorher ebenfalls angemeldet werden, und zwar bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Die einzuhaltenden Mindestabstände betragen in der Regel 100 Meter von Wäldern, sowie 50 Meter von Gebäuden und Verkehrswegen.
Auch der Weg zum Martinsfeuer birgt Gefahren: Pechfackelträger sollten sich der Gefahr durch die Fackel bewusst werden und die abgebrannten Fackeln nicht in Gullys werfen. Hier kommt es meist zu Folgebränden. Die Fackeln der Kinder sollten aus Sicherheitsgründen mit batteriebetriebenen Lämpchen ausgestattet werden. Fackeln mit Kerzen sind für kleine Kinder einfach zu gefährlich – auch wenn Papa und Mama daneben gehen.