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Mittwoch, 10 Februar 2016 12:14

11.Februar ist Tag des Notrufs

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Ein Europa – eine Notrufnummer: 112

Wenn schnelle professionelle Hilfe gefragt ist, sei es bei einem Wohnungsbrand, einem Verkehrsunfall mit Verletzten, oder aber bei einem Unwetter mit umgeknickten Bäumen. Wer die Nummer 112 wählt setzt einen Notruf ab und gelangt gleich automatisch in die jeweiligen Leitstellen, von wo aus das geschulte Personal die benötigten Einsatzkräfte zu der Unglücksstelle sendet.

Was aber immer noch die wenigsten wissen, dass unter der gebührenfreien Notrufnummer 112 in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Notrufzentrale genauso erreichbar ist. Neben den EU-Staaten gilt sie auch in der Türkei, der Schweiz, Serbien, Island, die Färöer-Inseln, Liechtenstein, Norwegen, Andorra, Monaco und San Marino.

Die Vorteile des Euronotrufs liegt darin das man sich keine weiteren Notrufnummern merken muss. Sie funktioniert beim Mobilfunknetz mit eingelegter SIM-Karte ohne Guthaben.

Falls das eigene Handy einmal nur Notrufe anzeigen sollte, bedeutet das, dass das eigene Handynetz keinen Empfang hat, aber Notrufe können über ein anderes Handynetz an die Notrufzentralen geleitet werden. Und wer kein eigenes Handy hat, kann trotzdem ohne PIN und Tastensperre den Notruf 112 an einem fremden Handy wählen.

Bis vor einigen Jahren konnte der Notruf noch ohne SIM-Karte erreicht werden. Dadurch gingen leider viel zu viele „Spaßanrufe“ ein. Das deutsche Bundeswirtschaftsministerium beschloss im Sommer 2009 das nur noch mit eingelegter SIM-Karte die Notrufverbindung erreichbar ist. Gleichzeitig kann dadurch auch der Anrufer identifiziert werden.

Was sind nun die wichtigsten Informationen für den Menschen am anderen Ende der Leitung?• Was ist passiert?

Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Zimmerbrand mit einem Löschzug.

• Wo ist es passiert?

Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden.

• Wie viele Verletzte/betroffene Personen sind es?

Vom einzelnen Fußgänger bis zum vollbesetzten Schulbus – abhängig von der Anzahl der gefährdeten Menschen werden unterschiedlich viele Rettungsmittel benötigt. Wenn die Leitstelle dies bereits beim Notruf erfährt, kann sie zielgerecht alarmieren.

• Wer ruft an?

Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.

• Warten auf Rückfragen?

Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat. 
 
Bildnachweis: T.Grosser JUH

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